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BERICHT  Rolf Gelhaar                                                               

In neuem Gewand  - Umgestaltung Gemeindehaus

Rück- und Ausblick des Bauauschuß Vorsitzenden

Die Zeit des Renovierens und der Umgestaltung unseres Frankfurter Gemeindehauses in der Eschenheimer Anlage dürfte nun für die nächsten Jahrzehnte erst einmal vorbei sein – es ist geschafft! Wir erinnern uns: Im Juni des Jahres 1999, in der Tat vor mehr als 11 Jahren, haben wir uns in einer Gemeindestunde zum ersten Mal mit einer Veränderung unserer örtlich-räumlichen Situation befasst. Die nicht ohne Emotionen behandelte Alternative „Verkauf und Neubau an anderer Stelle“ versus „Verbleib und grundlegende Umgestaltung mit Renovierung unseres Hauses“ wurde, wie wir heute rückblickend sagen können, glücklicherweise zugunsten der letzteren Variante entschieden. Die Realisierung wurde, neben vielen, auch namhaften Spenden, hauptsächlich durch den Erlös aus dem Verkauf unseres Anwesens der ehemaligen „Ostgemeinde“ in Frankfurt-Bornheim, ermöglicht. So ist nun endlich die letzte Phase unserer Baumaßnahmen, welche unser Gemeindehaus in ein neues Gewand gekleidet hat, ohne Unfälle abgeschlossen.

Von den ersten Überlegungen im Juni 1999 bis zum tatsächlichen Beginn der beiden Phasen I (Erdgeschoss mit Saal, Foyer und Nebenräumen) und II (Untergeschoss mit Vorraum, großem Versammlungsraum inkl. neuer Küche und Nebenräumen) vergingen tatsächlich noch einmal 2 ½ Jahre, bis fast im ganzen Jahr 2003 diese beiden Bauabschnitte dann doch in einem Zug realisiert werden konnten. Während dieser Zeit waren wir als Gemeinde mit unseren Gottesdiensten Gäste der befreundeten Freien Evangelischen Gemeinde in der Nachbarschaft; anschließend waren die Brüder und Schwestern dieser Gemeinde während ihrer Renovierungsphase dann bei uns zu Gast.
Die Einweihung der umgebauten und renovierten Räumlichkeiten im Innern unseres Gemeindehauses, welche wir nach wie vor als sehr gelungen und insbesondere im kirchlichen Gottesdienstraum den sakralen Anlässen im reformatorischen Sinn als angemessen betrachten, erfolgte in einem Festgottesdienst im Dezember 2003. Als sehr fruchtbar erwies sich unsere Entscheidung, das im kirchlichen, auch freikirchlichen Bereich erfahrene Architekturbüro C.N.K. unter Führung des Architekten Rainer Krebs für die Planung und Ausführung zu gewinnen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen unserem Süddeutschen Bauverein als dem eigentlichen Bauherren, dem Architekten Rainer Krebs und seinen Mitarbeitern sowie dem Bauausschuss unserer Gemeinde, in der auch kritische Punkte letztlich immer einvernehmlich entschieden wurden, erwies sich als äußerst effektiv und segensreich zum Wohle der Gemeinde.

Bis zum Beginn der damals noch ausstehenden, jedoch in der Gesamtplanung von Anfang an fest verankerten Phase III, der äußeren Umgestaltung des Hauses, insbesondere des gesamten Eingangs- und Fassadenbereiches, sollten jedoch noch einmal gut 6 Jahre vergehen. Heute können wir sagen: das Ausharren hat sich gelohnt! Diese doch recht lange Wartezeit ist hauptsächlich der angespannten finanziellen Situation des Süddeutschen Bauvereins geschuldet. Im Zuge der aktuellen Bemühungen zur Einsparung von Heizenergie auch in älteren Gebäuden bestand der Bauverein jetzt auf einer äußeren Wärmedämmung des gesamten Hauses, was zu einer deutlichen Kostenerhöhung gegenüber einem einfachen Neuanstrich geführt hat; den Nutzen dieser vorausschauenden Maßnahme werden wir sicherlich an den Heizkosten für unsere Räumlichkeiten spüren.

Im Frühjahr 2010 formierte sich, berufen vom Gemeinderat, für die Realisierung dieser letzten Phase III wiederum ein Bauausschuss, dem die Brüder Fentroß, Löbermann, Münch, Steuernagel und Gelhaar (Vorsitzender) angehörten. In Absprache mit dem Süddeutschen Bauverein wurde erneut Herr Architekt R. Krebs vom Büro C.N.K. mit der Erstellung eines Architekten-Entwurfs und einer Kostenschätzung für die Neugestaltung der Fassade inkl. des Eingangsbereiches beauftragt. Das Honorar hierfür waren die einzigen Planungskosten für das Vorhaben. Vom Bauausschuss favorisiert, erhielt die Baufirma Laves aus Frankfurt, deren Inhaber unser Gemeindeglied Waldemar Smyk ist, vom Bauverein den Auftrag als Generalunternehmer für die gesamte Phase III - eine äußerst glückliche Entscheidung, garantierte sie doch eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten und besonders Br. Smyk, welcher zugleich Mitglied des Bauausschusses war. Auf Basis des Architektenentwurfes hat er selbst die konstruktiven Details ausgearbeitet und mit dem Bauausschuss sowie dem Bauverein abgestimmt. Auch die Beschaffung und Beauftragung von Subunternehmen lief über seine Firma. Der Bauausschuss hat in insgesamt 12 Sitzungen das Projekt aktiv begleitet und die Beschlüsse dokumentiert.

Vom zeitlichen Rahmen her nahm die Phase III etwa ½ Jahr, von April bis September 2010, in Anspruch, ohne dass Gottesdienste und Gemeindeaktivitäten wesentlich beeinträchtigt waren. Das Haus erhielt einen in gebrochenem Weiß gehaltenen Putz, welcher eine freundliche Note ausstrahlt. Alle schwierigen „Ecken“ wurden im Zuge dieser Renovierung konstruktiv vernünftig gelöst. Die meisten Gedanken und Überlegungen hat der Bauausschuss der Neugestaltung der straßenseitigen Fassade und dem Eingangsbereich gewidmet. An dieser exponierten Stelle im Frankfurter Stadtbild sollte ein Eindruck geschaffen werden, der den freikirchlichen Charakter des Hauses ohne weiteres erkennen lässt. Dazu musste sowohl die Freitreppe und das Podest als auch die Eingangsfront völlig umgestaltet werden. Der gesamte Eingangsbereich erhielt eine elegante Verkleidung aus hellem Naturstein, flankiert von 2 vertikalen getönten Glasbändern. Neue Schaukästen und eine spezielle Pflasterung vor der Treppe vervollständigen den besonderen Eindruck der Fassade, ohne dass grundsätzlich am Umriss des Hauses Veränderungen möglich waren. Das Gemeindehaus der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist jetzt für Besucher und Passanten sowie für alle Gemeindeglieder zu einer einladenden Stätte geworden, welche den kirchlichen Charakter schon von außen erkennen lässt. Dies alles wäre sicherlich nicht möglich geworden, wenn zu dem Budget, das der Bauverein für diese Baumaßnahme zur Verfügung gestellt hatte, nicht noch ein erheblicher Kostenanteil über Spenden aus der Gemeinde finanziert werden konnte. Dies kommt insbesondere an der Qualität und der Ausführung der Details am Fassaden- und Eingangsbereiches zur Geltung. Wir sind unserem Gott, aber auch den Beteiligten, insbesondere Br. Waldemar Smyk und allen Spendern sehr dankbar, dass wir diese letzte Phase unseres nun über fast 8 Jahre verteilten Renovierungsprogramms erfolgreich zu Ende bringen konnten. Allerdings sind noch nicht alle Kosten gedeckt, so dass der Bauausschuss im Vertrauen auf unsere zukünftige Spendenbereitschaft alle die Ausgaben, welche der Fertigstellung und der Nachhaltigkeit der Baumaßnahme dienten, ganz bewusst vorausschauend bewilligt hat.      

STA Adventgemeinde Frankfurt Zentrum Eschenheimer Anlage 32 Frankfurt/M  | stloeb@aol.com