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Ein gesegnetes Neues Jahr!

Gottes Frieden und Liebe mögen als Licht des Vertrauens, der Zuversicht und Freude unseren Weg durch das Neue Jahr führen.

Wir haben das Neue Jahr 2011 mit dem großen Frankfurter Kirchengeläut begonnen. Wir haben es die letzten Jahre zum Heiligabend auf dem Römer stehend und durch die Frankfurter Innenstadt gehend erleben können. In diesem Zusammenspiel der verschiedenen Glocken unserer Stadtkirchen klingt für mich geradezu gleichnishaft der Aufruf, das Evangelium immer wieder erklingen zu lassen und sich vom vieltönigen Glockenspiel des Evangeliums immer wieder von neuem in Schwingung versetzen zu lassen. Darauf kommt es entscheidend an: sich dem Klang, den Schwingungen und der Kraft des Evangeliums auszusetzen. Wer das große Glockengeläut einmal selbst unmittelbar miterlebt hat und zwischen bzw. in diesem Läuten gestanden hat, der weiß wovon ich rede: im eigenen Körper wird der Klang der vielen Glocken spürbar und man kann sich diesem Geschehen nicht entziehen. Man wird quasi selbst zum Resonanzkörper, zu einer Glocke, die klingt. Das ist ein überwältigendes und ergreifendes Erlebnis.

In viele Stadtglocken ist ein Bibelwort eingegossen worden, das sie sozusagen zum Klingen bringen. Die größte Glocke der St. Peterskirche (direkt in unserer Nachbarschaft) hat einen Namen und heißt: Frohe Botschaft. Auf dieser Glocke ist quasi unser Losungswort für das Jahr 2011 eingegossen worden: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium, die frohe Botschaft aller Kreatur.

 Wie wollen wir unsere Sendung in diese Welt praktisch vollziehen und wie können wir das Evangelium predigen und verkündigen? Einige Gedanken und praktische Anregungen:

1.   Indem wir uns dem gewaltigen Klang des Wortes Gottes selbst aussetzen, es an uns heranlassen und in uns aufnehmen und dadurch selbst in Schwingung gebracht  werden.

 2.   Das große Glockengeläut erklingt in Frankfurt zu Ostern, zu Pfingsten, zum 1. Advent und zum Heiligen Abend. Als Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten respektieren und feiern wir das Kirchenjahr mit seinen Hochfesten  und bringen es im eigenen Resonanzkörper würdigt zum Klingen. 

3.   Der ökumenische Dialog und das religiöse Gespräch werden gesucht und gepflegt. Wir begreifen, dass wir als Siebenten- Tags-Adventisten in einem Chor von verschiedenen Kirchen-Glocken erklingen können und sollen.

 4.   Wir haben das neue Jahr mit einem gemeinsamen Glaubens-bekenntnis begonnen,das wir auch in diesem AUSBLICK auf der Rückseite abgedruckt haben. Immer wieder fragen mich Gäste und Freunde nach unserem Glaubensbekenntnis. Dieses gibt Orientie-rung, Halt, Inspiration und Gemeinschaftsgefühl. Darüber hinaus verbindet es uns mit vielen anderen Bekenntnissen des Glaubens und dient als Brücke in die Welt.

5.   Die Verkündigung des Evangeliums und die Sendung in die Welt vollziehen sich im Gebet. Der Welt ist ein großes und schönes Gebet geschenkt worden, in dem die eine christliche Botschaft erklingt. Glaube, Liebe, Frieden und Hoffnung der Christenheit  wird betend zum Ausdruck gebracht. Das gemeinsam gesprochene „Vater-unser-Gebet“ trägt die Haltlosen, ermutigt die Verzweifelten und tröstet die Trauernden. Es hat tiefe theologische Aussagen und ist ein Zeugnis des Glaubens. Wir werden es deshalb mit dem Glaubensbekenntnis im neuen  Jahr immer wieder gemeinsam miteinander beten - im Geist der Bitte, wie  auch im Geist des Dankes und der Erfüllung.

 

6.   Eine sehr schöne und praktische Idee Menschen die Glocke eines biblischen Wortes zu überreichen, sind kleine Bibelspruchkarten, kleine Losungen sozusagen, die wir selbst herstellen können. Die Bibel enthält sehr viele Perlen, Diamanten und Weisheiten, die für andere Menschen zu einem Weg werden, zu Wahrheit und Leben. Was Sendung und Verkündigung angeht dürfen wir erfinderisch, ja schöpferisch werden.

 7.   Erfinderische Menschen hüten sich grundsätzlich vor Einseitigkeit und Extremismus. Wir leben in einer sehr komplexen Welt und wir erliegen alle der Gefahr, Abläufe zu vereinfachen oder stur und starr zu reagieren. Wir begegnen einer fundamentalistischen Herausforderung. Theologie aber lebt von Substanz und Begründung, von Erfahrung, Praxis und vom Glauben. Gott-Vertrauen schafft Beziehungen, sucht  Versöhnung und stellt Ausgleich her. Das Evangelium zielt auf eine gesunde Mitte. Diese wird in Jesus Christus verkörpert und darstellbar.

 Die adventistische Gemeinde hat also viel Klarheit in den  zentralen Verkündigungs-Positionen und viel Weite und Toleranz in den Randfragen. 

Wir werden auch im Neuen Jahr die Glocken des Evangeliums läuten lassen! Das große Festgeläut darf immer wieder ertönen und als Frieden, Vertrauen, Liebe, Freude und Freiheit (so heißen die anderen Glocken der Peterskirche) in die Frankfurter Welt hinausschallen – bis wir die eine Glocke hören, die uns zu IHM rufen wird.

STA Adventgemeinde Frankfurt Zentrum Eschenheimer Anlage 32 Frankfurt/M  | stloeb@aol.com