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Was ist der AWA?
Der Adventistische Wissenschaftliche Arbeitskreis wurde 1972 von adventistischen Akademikern und Studierenden als eingetragener Verein gegründet. Er entstand aus dem Bedürfnis heraus, Glaubenserfahrung und moderne Welterfahrung miteinander ins Gespräch zu bringen.
Die Welt wird von der immer größer werdenden Gruppe adventistischer Akademiker zunehmend als komplex und plural erfahren. Das Interesse an der Auseinandersetzung mit Fragestellungen der modernen Geistes- und Naturwissenschaften wächst. Adventistische Identität kann nicht mehr fraglos hingenommen, sondern muß aufgrund von teilweise radikal neuen Erfahrungen in Partnerschaft und Erziehung, Wissenschaft und Gesellschaft bewußt reflektiert werden. Das Traditionelle reicht nicht mehr aus, um die Gegenwart zu begreifen.
Hier versteht sich der AWA als offenes Forum, in dem aktuelle Fragestellungen auf Tagungen und in Publikationen engagiert und kontrovers erörtert wurden. Er ist ein unverzichtbarer Diskussionsraum, in dem zukunftsweisende Denkanstöße für das Selbstverständnis des Einzelnen und der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten entwickelt werden.
Was will der AWA?
Der AWA hat sich zur Aufgabe gestellt,
- das Gespräch zwischen den Bereichen Glauben und Wissenschaft zu fördern
- den interkonfessionellen und interreligiösen Dialog zu intensivieren
- für Toleranz im Umgang mit Andersdenkenden und Andersgläubigen einzutreten
- zeitgemäße Denk- und Handlungsmöglichkeiten für die Adventgemeinde zu erarbeiten
- die Glaubens- und Meinungsfreiheit innerhalb der Gemeinde zu stärken und Vorurteile abzubauen
zu einer vertieften adventistischen Identität und Spiritualität beizutragen
TERMIN Herbstakademie
- AWA
Die diesjährige Herbsttagung des Adventistischen
Wissenschaftlichen Arbeitskreises (AWA) findet in Südfrankreich statt. Eine
Studien- und Exkursionsfahrt führt uns auf die Spuren der Waldenser. Die
Waldenser sind eine Gemeinschaft religiöser Laien, die Ende des 12.
Jahrhunderts durch den Lyoner Kaufmann Petrus
Valdes in Südfrankreich gegründet wurde. Die Verkündigung des Evangeliums in
der Sprache des Volkes, ein Leben in der Nachfolge Jesu, in Armut (Verzicht auf
Besitz) kennzeichnete diese kleine vorreformatorische Bewegung, die aus dem
katholischen Milieu entwachsen ist. Während des Mittelalters wurden die
Waldenser als Häretiker von der katholischen Kirche durch die Inquisition
verfolgt. Der Luberon und die Provence sind Schauplatz dieser Verfolgung und
der gleichzeitigen Ausbreitung der Waldenser, die als protestantisch-calvinistische
Glaubensbewegung nur im Untergrund wirken konnte. Die Herbstakademie des AWA
greift damit ein reformationshistorisches Thema auf, das im Mai auf der
Frühjahrstagung (11.-13.05.2012) in Eisenach unter dem Motto: Reformation und Freiheit – Adventisten als
Erben der Reformation unter einer anderen Perspektive fortgesetzt wird.